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Grundlehrgang Altötting 2013

Das Video zum Lehrgang

Turns mit Schneeflocken

Segelkunstfluglehrgang 2013 in Altötting

Wagemutig und gespannt fanden wir uns am Pfingstsamstag am Flugplatz in Altötting zum ersten Kunstfluglehrgang in diesem Jahr zusammen: acht Teilnehmer und eine Teilnehmerin plus vier Fluglehrer. Was da wohl auf uns zukommt?

 

Schnell wussten wir es. Nach einem gründlichen Briefing ging es quasi nahtlos mit Trudeleinweisungen und Rückenflug los. Während man das Trudeln ja noch von seiner normalen Segelflugausbildung kennt, war der Rückenflug dann doch schon eine ganz neue Erfahrung. Das Mantra „Drücken, drücken, drücken“ verfolgte uns von da ab ständig. Manch Teilnehmer habe sogar davon geträumt, wurde kolportiert. Doch noch etwas wurde uns beim ersten Rückenflug schnell klar, nämlich, dass es mit dem herkömmlichen Anschnallen nicht getan war. Auch dies mussten wir neu erlernen, um nicht vom Sitz abzuheben. Die nächste Neuerung: das Horizontbild, das sich im stationären Rückenflug doch stark verändert, sollte uns nun in Fleisch und Blut übergehen und mit ihm die (neue) Orientierung. Diese haben übrigens manche Teilnehmer bis kurz vor Kursende nicht zurück gewonnen – es ist wie eine andere Welt: „Wo ist der Flugplatz, wo ist der Flugplatz, such ihn!“

Drücken, drücken, drücken....

 

Es kam in den ersten Tagen, wie es kommen musste, jegliche Versuche, den Flieger kontrolliert zu manövrieren, scheiterten zunächst. Den Knüppel zur hängenden Fläche, und das Seitenruder in die gewünschte Flugrichtung, so versuchten wir uns zu helfen, doch dann kam vom Rücksitz wieder: “Drücken, drücken, drücken!“, und der Kopf wurde reichlich mit Blut versorgt. Doch wir waren schließlich erfolgreich und konnten die ersten Figuren erlernen, nämlich den Looping und den Auf- und Abschwung. Der „Rollmops“ (die ASK 21 des Fördervereins Segelkunstflug in Baden-Württemberg) und die „Richard Mayer“ (ASK 21 des Fliegerclubs Mühldorf) hatten also eine Menge zu tun. Am Abend gab es immer ein schönes Debriefing.

Am dritten Tag kamen Rolle und Turn dazu. Ein missglückter Turn wurde nicht erlernt, denn „das passiert eh jedem früher oder später“. Bleibt der Turn in der Aufwärtslinie stehen, lernten wir, alle Ruder in den Anschlag zu geben, um ein Umschlagen der Ruder mit möglicher Beschädigung der Beschläge zu vermeiden. Aber auch hier gab es eine Überraschung nach dem missglückten Turn: Das Seitenruder in die eine Richtung, das Querruder in die andere, und schon war die ASK im Rückentrudeln, was nach einer Umdrehung souverän ausgeleitet wurde. Die Figuren wurden von den Schülern zu einem Aufknick, Abknick, einem Viertel-Rollenkreis mit Höhengewinn und einem Turnchen umgewandelt. Dennoch konnten bald die ersten von uns das ganze Prüfungsprogramm am Stück fliegen, und es folgten die ersten Alleinflüge auf den ASK 21.

 

Die Mühldorfer ASK21 hat sich ihre Kaffeepause redlich verdient...

...und auch der Rollmops flog fleißig bis in die Abenddämmerung hinein.

 

 

Endlich durfte die Pilatus B4 des Förderverein Segelkunstflug Bayern hervor geholt und nach einer detaillierten Einweisung an den Start geschoben werden. Da die B4 komplett aus Aluminium gefertigt ist, verfügt sie über ein großartiges spezielles Kunstflugfeature. Jede Figur wird von der B4 ähnlich wie bei einem „Knackfrosch“ mit einem „Plong“ kommentiert. Profis können anhand des „Plongs“ erkennen, wieviel g gerade gezogen wurden. Einmal an die Agilität des Flugzeuges gewöhnt, unterschrieben alle Piloten prompt den Aufnahmeantrag des Fördervereins Segelkunstflug, um die Dame weiterhin ausführen zu dürfen. Fluchtversuche mit der B4 beim Thermikflug wurden allerdings schon im Ansatz vereitelt.

 

Theorieunterricht gab es übrigens auch eine Menge. Jürgen vermittelte uns eine sehr detaillierte Trudeleinweisungen. Arnulf, unser Lehrgangsleiter, wurde nicht müde, uns immer wieder alle Figuren bis ins kleinste Detail zu erklären und die häufigsten Fehler aufzuzählen. Horst lehrte uns mentales Training und menschliches Leistungsvermögen. Besonders Anklang fand wohl der „Kampfschrei“ beim Fahrtaufholen. Diverse Varianten wurden dargeboten von „Jibiiiiiiiii“, „Jabadabdu“ bis „Tango“. Entspannen tut so ein Schrei wirklich. Wer es nicht glaubt, sollte es mal selbst ausprobieren.

Debriefing und Theorieunterricht

 

Am Ende der Woche wurde es so richtig kalt und regnerisch. Begrüßt wurde man am Morgen am Flugplatz mit den Worten „Welcome to Alaska“. Vom Fliegen hielt uns das allerdings nicht ab. Nach einigen Starts mit der heiß geliebten B4 kam Thomas ganz aufgeregt an: Jetzt hab ich grad Turns mit Schneeflocken geflogen! Das Wetter hat uns oft geärgert, dennoch wurde jede Möglichkeit genutzt, um in die Luft zu kommen.

F-Schlepp durch die Waschstraße...

Der Kunstfluglehrgang war für uns Teilnehmer eine absolute Bereicherung unserer fliegerischen Laufbahn, die auch im Streckenflug mehr Sicherheit bringt. Auch wenn man im Verein nicht die Möglichkeit hat, Kunstflug weiter zu betreiben, der Förderverein Segelkunstflug Bayern bietet jährlich Lehrgänge an. Wer nach Erhalt seiner Kunstflugberechtigung noch nicht genug hat, kann weitere Leistungsabzeichen (Bronze, Silber und Gold) erfliegen. Dazu werden jährlich im Herbst Fortgeschrittenen-Lehrgänge angeboten, dieses Jahr vom 28.09. bis 04.10. in Kulmbach.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei der Fluggruppe Alt-Neuötting für die tolle Gastfreundschaft, die gute Organisation und die feine Verpflegung, bei den Schlepppiloten für den unermüdlichen Einsatz bei Wind und Wetter,  ...

...bei unseren Fluglehrern für ihren gesunden Selbsterhaltungstrieb, dem Förderverein Segelkunstflug Baden-Württemberg für den Rollmops, dem Förderverein Segelkunstflug Bayern für die grandiose B4 und den Mühldorfern für die ASK21.

Simon und Angela


 

Auf der Suche nach einer passenden Wolkenlücke im F-Schlepp...
Looping
Rückenflug: "Wo ist der Flugplatz?"

 





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